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Zukunftsplan NRW- Das Wahlprogramm zur LTW 2010 und 2012

Meldung

24. September 2009
Ökologie, Bundestagswahl

Schneider: Industrie für Feinstaub verantwortlich

Obwohl das Jahr noch lange nicht zu Ende geht, ist an zahlreichen Messstellen für Feinstaub in NRW abzulesen, dass die gesetzlichen Vorgaben für dieses Jahr überhaupt nicht eingehalten werden. So zeigt auch die Messstelle in Duisburg-Bruckhausen bereits jetzt schon 33

Überschreitungstage an. Dabei erlauben die gesetzlichen Vorgaben der EU kurioserweise bereits Überschreitungen an bis zu 35 Tagen. Sogar die erlaubten Überschreitungen werden also in Bruckhausen regelmäßig überschritten!

 

Dazu erklärt Matthias Schneider, Direktkandidat der Grünen für den Wahlkreis Duisburg II, zu dem auch Bruckhausen gehört: „All die schönen Pläne zur Luftreinhaltung helfen in einigen Stadtteilen Duisburg offensichtlich wenig. Da muss man der Wahrheit ins Auge sehen: Es geht

in Duisburg in der Hauptsache auch um die Emissionen der Industrie“.

 

Dabei beeinträchtigt Feinstaub die Gesundheit der Menschen massiv. Die EU schätzt aufgrund einer Studie allein etwa 70.000 Tote pro Jahr aufgrund der Feinstaubbelastung in Deutschland. Dazu kommen weitaus mehr Menschen, die unter chronischen Krankheiten leiden oder eine lange,

schwere Krankheiten durchleben müssen. „Es führt also kein Weg daran vorbei, wir brauchen eine Reduzierung durch alle, die Feinstaub ausstoßen, nicht nur durch PKW. Eine löchrige Umweltzone hilft da wenig“, meint Schneider.

 

„Wenn Duisburg eine moderne Industriestadt bleiben will, müssen wir die Umwelt und die Wirtschaft in Einklang bringen. Eine saubere Luft ist heute ein wichtiger Standortfaktor, beispielsweise für die Gewinnung von Fachkräften“, so Schneider. „Die Anlagen müssen modernisiert werden.“

Gegebenenfalls müsse der Industrie geholfen werden, wo durch die Krise die finanzielle Grundlage fehle. „Die Grünen stehen dafür, dass wir bei der Feinstaubbekämpfung weiterkommen. Investitionen in die Luftreinhaltung sind Investitionen in die Zukunft“, so Schneider.