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Meldung

28. November 2007
Migration und Integration, Demokratie und Recht

Grüne besorgt über Konfliktpotenzial

Die Duisburger Grünen sorgen sich über eine mögliche Eskalation von Konflikten in Deutschland aufgrund der militärischen Auseinandersetzung im türkisch-irakischem Grenzgebiet. Mit einer gemeinsamen Erklärung von Fraktion und Parteivorstand wenden sich die Grünen nun an die Öffentlichkeit. Die Deeskalation müsse bei allen städtischen Maßnahmen im Vordergrund stehen.

 

"Die nationalistischen Gruppierungen versuchen vor allem Jugendliche zu vereinnahem. Dabei muss immer berücksichtigt werden, dass die Jugendlichen oft schon in der 3. Generation in Deutschland leben und hier aufgewachsen sind. Diesen Jugendlichen muss vermittelt werden, dass es keinen Sinn macht, Konflikte aus dem Herkunftsland ihrer Großeltern nach Deutschland zu importieren", so Reiner Neumann vom Parteivostand der Duisburger Grünen. Die Grünen sind hierzu mit ihrer Bundes- und Landesebene im Gespräch und planen unter anderem eine Diskussionsveranstaltung zum Thema.

 

Sait Keles, integrationspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion: "Das friedliche Zusammenleben der Menschen muss gestärkt werden. Nationalismus, Extremismus und Gewaltbereitschaft dürfen in Duisburg keine Chance haben. Einige nationalistische Gruppen wollen den Konflikt dazu nutzen, ihre Anhängerschaft zu vergrößern und gleichzeitig Unfrieden in die hier lebende türkisch-kurdischen Gemeinschaft zu bringen." Die Auseinandersetzungen in Köln und Berlin im Oktober dieses Jahres seien ein trauriger Beleg dafür.

 

Vor diesem Hintergrund sehen die Grünen den Bedarf, gezielte Aktivitäten und Maßnahmen ins Leben zu rufen, die sowohl geeignet sind, den Stand der Information und politischen Bildung zur aktuellen Krise im türkisch-irakischen Grenzgebiet zu verbessern sowie zur Deeskalation insbesondere mit Blick auf die Jugendlichen türkischer bzw. kurdischer Abstammung beizutragen. Als wichtige Partner sehen die Grünen neben den nicht nationalistisch oder extremistisch ausgerichteten türkischen und

 

kurdischen Vereinen und Organisationen das Integrationsbüro, die Volkshochschule, das Institut für Entwicklung und Frieden der Universität Duisburg-Essen, Schulen, Jugendeinrichtungen, Sportvereine sowie die Stadtbibliothek. Hier würde sich anbieten, kurzfristig einen runden Tisch einzuberufen, wo das weitere Vorgehen zeitnah besprochen und verbindlich geplant werden kann. Mit diesem Ziel wollen die Grünen mit dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung das Gespräch suchen.