Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Kreisverband Duisburg
Kardinal-Galen-Str. 23
47051 Duisburg
fon: 0203-330030
fax: 0203-332040
email:
kv@gruene-duisburg.de
Öffnungszeiten:
Mo-Do 12.30-14 Uhr
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In tiefer Trauer und Fassungslosigkeit sind die Gedanken der Duisburger Grünen bei den Angehörigen der Opfer der Katastrophe bei der Loveparade. Unser aufrichtiges Beileid gilt den Menschen, die Angehörige, Freunde oder Bekannte bei diesem Ereignis verloren haben, das eigentlich ein Fest der Freude werden sollte. Worte können den Schmerz über einen plötzlichen Tod eines Menschen nicht erfassen. Worte können kaum erfassen, was die Menschen dort erleben mussten. So bleibt auch uns nur, das Unfassbare hilflos anzusprechen und den Menschen unsere Hilfe anzubieten.
Unsere Gedanken sind ebenfalls bei den Menschen, die jetzt verletzt im Krankenhaus sind, bei denen, welche die schrecklichen Ereignisse miterlebt haben und verarbeiten müssen, bei denen, die in unermüdlichen Einsatz den Verletzten vor Ort geholfen haben.
Die Duisburger Grünen fordern aus Respekt gegenüber den Betroffenen, die Vorgänge um diese Veranstaltung unverzüglich und rückhaltlos offenzulegen. Dazu müssen durch den Oberbürgermeister und den zuständigen Dezernenten alle Unterlagen und Konzepte vorgelegt werden. Der Veranstalter und die Ordnungskräfte müssen die Planungen und die konkreten Abläufe vor Ort vollumfänglich darstellen.
Die Grünen fordern eine rückhaltlose Aufklärung der Katastrophe aber auch der Vorgänge im Vorfeld dieser Veranstaltung. Die Öffentlichkeit und vor allem die Betroffenen, haben ein Recht auf eine unverzügliche Beantwortung von Fragen nach den Konzepten für die Veranstaltung und der jeweiligen Verantwortung der Beteiligten.
Große Veranstaltungen bedeuten eine große Verantwortung und dieser Verantwortung sind weder der Veranstalter noch die Behörden auch nur annähernd gerecht geworden. Diese Veranstaltung hätte sicherheitstechnisch einwandfrei durchgeführt werden können, das haben andere Großereignisse gezeigt. Dazu bedarf es aber dem Willen, finanzielle Erwägungen hinter denen der Sicherheit anzustellen und alles zu tun, das Leben und die Gesundheit der TeilnehmerInnen an die erste Stelle zu setzen. Dies scheint hier nach den ersten Erkenntnissen nicht geschehen zu sein. Die Betroffenen und die gesamte Öffentlichkeit erwarten nun, dass abgesehen von staatsanwaltlichen Ermittlungen sich jeder ein Bild machen kann, wie es zu diesen Ereignissen kommen konnte.
Das Hauptanliegen muss sein, dass eine solche Tragödie nicht wieder passiert und dass diejenigen, die die Verantwortung tragen, nun auch die Verantwortung übernehmen.
Foto: Vali...@flickr/Lizenz: CreativeCommons-by-2.0(de)